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Philine Rinnert
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Herculanum

Berlin, Sophiensaele

2013

1859 hatte in Paris Felicién Davids Grand Opéra Herculanum Premiere. Angesiedelt in der römischen Antike ist die Oper die Untergangsphantasie eines Regimes: Anhand einer melodramatischen Liebesgeschichte erzählt sie den Untergang der Stadt Herculaneum als Rache Gottes für die Dekadenz und Gottverlassenheit dieser Zeit. Davids Herculanum war ein spektakulärer Publikumserfolg, eine Mischung aus Gesang, Massenszenen, üppigen Dekorationen, revolutionärem Geist und Ballett, die mit einer Finalszene aufwartete, die das Pariser Publikum zu Jubelstürmen hinriss: dem Vesuvausbruch des Jahres 79, der Herculaneum komplett verschüttete.
In ihrem neuen Projekt erforschen Johannes Müller/Philine Rinnert die Oper als ein Genre, das sich seit jeher als privilegiertes Darstellungsmedium der großen Schreckens-Szenarien und Katastrophen begriffen hat. Sie suchen den verlorenen Theatererfolg Herculanum und das politische Entertainment-Genre Grand Opéra durch archäologische Arbeit: Gemeinsam mit Sängern, Musikern und Wissenschaftlern sammeln sie Relikte, setzen zusammen, stellen nach, erfinden neu oder wenden Entdecktes an. Sie fragen sich, ob Oper mehr ist als ein Museum, das empfindliche Stimmen ausstellt und welche Katastrophen heute für ein großes Finale in Frage kämen. Dabei präsentieren sie zum ersten Mal seit über 150 Jahren Musik aus Felicién Davids vergessener Oper.

 

Mit Maja Lange, Ulrike Schwab, Thomas Volle, Simon Robinson, Friedemann Mewes, Martin Lorenz, Theo Nabicht, Tobias von Glenck u.a.
Regie/Raum: Johannes Müller/Philine Rinnert, Arrangement und Komposition: Martin Lorenz, Musikalische Leitung: Friedemann Mewes, Martin Lorenz, Dramaturgie: Eike Wittrock, Künstlerische Mitarbeit: För Kunkel, Produktionsleitung: Ehrliche Arbeit – Freies Kulturbüro

Eine Produktion von Johannes Müller/Philine Rinnert in Koproduktion mit Sophiensaele. Gefördert aus Mitteln der Senatskanzlei-Kulturelle Angelegenheiten, Hauptstadtkulturfonds Berlin, ProHelvetia und Palazetto Bru Zane Venedig. Mit Unterstützung des Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia Napoli.

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