2026
Seltene Erden – 17 Bruchstücke ist eine künstlerische Intervention von Philine Rinnert in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Naturwissen am Museum für Naturkunde Berlin.
Die 17 Elemente der Seltenen Erden entziehen sich unserer Vorstellungskraft. Trotz aktueller geopolitischer Relevanz sind ihre Eigenschaften genauso wie die Hintergründe ihrer Beschaffung weitgehend unsichtbar.
Vom 05.–11. Mai 2026 eröffnet Philine Rinnert auf dem Gelände des Museum für Naturkunde Berlin eine temporäre Installation. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Naturwissen entsteht ein Resonanzraum für die 17 Seltenen Erden: ein Ort zwischen Kunst, Wissenschaft und gesellschaftlichem Diskurs.
Ausgangspunkt ist die Behauptung eines Rare Earth Museum im nordchinesischen Baotou, im größten Abbaugebiet der Welt. Offiziell erzählt es die Geschichte der globalen Seltene-Erden-Industrie. Doch was wird sichtbar gemacht – und was bleibt verborgen? Seltene Erden – 17 Bruchstücke überträgt diese Frage ins Museum für Naturkunde Berlin. Die Intervention ist keine Ausstellung fertiger Antworten, sondern eine tektonische Landschaft aus Klang, Licht und Material und ein Ort der Fragen.
In der Umsetzung der 17 Bruchstücke lädt Philine Rinnert zum künstlerischen Dialog ein: In Zusammenarbeit mit Daniel Heer entwickelt sie eine Installation aus Spuren, Fragmenten und Frequenzen. Mit dem Performer Sichi Li verhandelt sie östliche und westliche Landschaftsbegriffe in einer amorphen Textfläche auf dem Boden des Museums. In einem Konzert mit der Percussionistin Sabrina Ma wird in 17 Songs die Zerbrechlichkeit von Klang und Material hörbar gemacht.
05.-11.Mai 2026, Museum für Naturkunde Berlin
Dokumentation
Das Projekt wurde kuratiert von Julia Diekämper und Carolin Glahe (Netzwerk Naturwissen).
Sabrina Ma (Percussion), Sichi Li (Performance), Daniel Heer (künstlerische Mitarbeit)
Interviews mit Simone Ehrenberg-Silies, Manuel Lapp, Franziska Lederer, Andreas Pietsch und Sebastian Tappe. Voice-Over Berit Stumpf.
Mit freundlicher Unterstützung des Netzwerk Naturwissen (Museum für Naturkunde Berlin), des Sächsischen Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und des Goethe Instituts.
Dank an Basic09 für die Gestaltung von tracingtheground.org, einer neuen Webseite als Archiv und Dokumentation der fortlaufenden künstlerischen Recherche.